Der Valley of Fire State Park liegt rund eine Autostunde nordöstlich von Las Vegas und gehört für uns zu den eindrucksvollsten Landschaften im Südwesten der USA. Nach inzwischen vier Besuchen kennen wir den Park nicht mehr nur von seinen Aussichtspunkten: Wir sind durch einen engen Slot Canyon gewandert, haben versteinerte Baumstämme betrachtet, Dickhornschafe aus nächster Nähe beobachtet und mehrere ganz unterschiedliche Wege erkundet.
Das Valley of Fire lässt sich zwar bereits bei einer Fahrt über seine beiden Panoramastraßen erleben. Erst auf den Wanderwegen zeigt sich jedoch, wie vielfältig die Landschaft wirklich ist. Zwischen roten und cremefarbenen Sandsteinwänden führen kurze Wege durch tiefen Sand, enge Schluchten und offene Wüstenlandschaften.
In diesem Artikel zeigen wir euch, welche Wanderungen und Stopps uns besonders gefallen haben, wie viel Zeit ihr einplanen solltet und was ihr vor eurem Besuch zu Eintritt, Hitze und saisonalen Sperrungen wissen müsst.
Valley of Fire State Park auf einen Blick
Inhaltsverzeichnis
| Information | Stand Juli 2026 |
|---|---|
| Lage | Rund 80 Kilometer nordöstlich von Las Vegas |
| Fahrzeit ab Las Vegas | Etwa eine Stunde |
| Öffnungszeiten | Täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang |
| Eintritt | 15 US-Dollar für Fahrzeuge ohne Nevada-Kennzeichen (Stand Juli 2026) |
| Reservierung | Für Tagesbesuche nicht erforderlich |
| Zeitbedarf | Mindestens ein halber, besser ein ganzer Tag |
| Visitor Center | Üblicherweise 9 bis 16 Uhr |
| Wichtig | Viele Wanderwege vom 15. Mai bis 30. September gesperrt |
| Jährliche Parkschließung | 1. bis 14. Dezember |
| Beste Reisezeit | Herbst bis Frühjahr |
| Übernachten | Zwei reservierungspflichtige Campgrounds im Park, ansonsten außerhalb des Parks (z.B. Las Vegas oder St. George) |
Der Park umfasst eine weitläufige Landschaft aus rotem Aztec Sandstone, hellen Kalksteinflächen, versteinerten Bäumen und über 2.000 Jahre alten Petroglyphen. Nevada State Parks weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die kurzen Wanderwege wegen Sand, unebenem Gelände und Hitze häufig deutlich länger anfühlen als ihre Kilometerangabe vermuten lässt.
Warum wir immer wieder ins Valley of Fire zurückkehren
Das Valley of Fire war bereits bei unserem ersten Besuch weit mehr als ein kurzer Abstecher von Las Vegas. Inzwischen waren wir viermal dort – und trotzdem gibt es noch Wege, Lichtstimmungen und Felsformationen, die wir neu entdecken. Ein Grund dafür ist die Veränderlichkeit dieser Landschaft. Je nach Tageszeit wirkt derselbe Sandstein orange, ziegelrot, rosafarben oder beinahe violett. Zwischen den roten Felsen tauchen plötzlich helle Kuppeln, schwarze Gesteinsspuren und fein gezeichnete Schichten auf.
Auch das Tempo lässt sich hier gut an den eigenen Tag anpassen. Man kann den Park fast ausschließlich mit dem Auto erkunden, einzelne kurze Wege gehen oder mehrere Wanderungen miteinander verbinden. Bei unserem jüngsten Besuch haben wir bewusst mehr Zeit eingeplant und endlich einige Orte erlebt, die bei früheren Reisen wegen Wetter, Sperrungen oder einer zu knappen Tagesplanung ausgefallen waren.

Lage und Anfahrt zum Valley of Fire State Park
Von Las Vegas erreicht ihr den westlichen Eingang über die Interstate 15 und Exit 75. Die reine Fahrt dauert je nach Ausgangspunkt und Verkehr ungefähr eine Stunde.
Der östliche Eingang liegt in Richtung Overton und lässt sich gut nutzen, wenn ihr aus dem Norden kommt oder den Park mit der Lake Mead National Recreation Area verbinden möchtet. Die Fahrt über die Northshore Road ist landschaftlich reizvoll, dauert aber länger als die direkte Strecke über die Interstate.
Durch den Park führen zwei wichtige Straßen:
– Der Valley of Fire Highway verläuft in West-Ost-Richtung zwischen den beiden Eingängen.
– Die White Domes Road, in manchen Karten noch Mouse’s Tank Road genannt, zweigt am Visitor Center nach Norden ab.
Entlang beider Straßen liegen Parkplätze, Aussichtspunkte und Ausgangspunkte der Wanderwege. Die gesamte Panoramafahrt lohnt sich auch dann, wenn ihr nur wenige kurze Wege gehen möchtet. Travel Nevada empfiehlt besonders die frühen und späten Tagesstunden, wenn das flache Licht die Farbunterschiede der Felsen deutlicher hervortreten lässt.

Unsere Wanderungen im Valley of Fire State Park
Die Wanderwege im Valley of Fire sind überwiegend kurz. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie sich wie einfache Spaziergänge anfühlen. Tiefer Sand, steinige Passagen, fehlender Schatten und hohe Temperaturen können selbst eine Meile anstrengend machen.
Wir beschreiben im Folgenden nur Wege, die wir selbst gegangen sind oder deren Ausgangspunkte wir vor Ort angesehen haben. So bleibt klar erkennbar, welche Einschätzungen auf eigener Erfahrung beruhen.
White Domes Trail: Slot Canyon und überraschend viel Abwechslung
| White Domes Trail | Daten |
|---|---|
| Länge | 1,0 Meile / etwa 1,6 Kilometer |
| Route | Rundweg |
| Dauer | Rund 45 bis 60 Minuten ohne längere Pause |
| Schwierigkeit | leicht bis moderat |
| Untergrund | tiefer Sand, Felsen und unebene Stufen |
| Besonderheit | kurzer Slot Canyon |
| Schatten | nur stellenweise |
| Saisonale Sperrung | 15. Mai bis 30. September |
Der White Domes Trail beginnt am Ende der gleichnamigen Panoramastraße. Schon der Start zeigt, dass „nur eine Meile“ in dieser Landschaft wenig über das tatsächliche Wandergefühl aussagt. Der Weg führt zunächst über tiefen Sand und anschließend zwischen hohen, ungewöhnlich hellen Felswänden hinab.


Zwischen den roten, gelben und cremefarbenen Sandsteinschichten liegen die Reste eines Filmsets. Hier entstanden in den 1960er-Jahren Aufnahmen für den Western The Professionals. Wesentlich eindrucksvoller fanden wir jedoch den schmalen Slot Canyon, durch den der Weg wenig später führt. Die hohen Felswände stehen hier so eng zusammen, dass sich Licht und Temperatur für einige Minuten deutlich verändern. Danach öffnet sich die Landschaft wieder. Der Rundweg führt durch einen breiten, sandigen Wash zurück zum Parkplatz. Unterwegs wechseln sich helle Felskuppen, dunkle Gesteinsspuren und rötliche Wände auf engem Raum ab.




Wir hatten am Trailhead unsere Pause eingeplant und belegten uns dort vegane Sandwiches. Picknickplätze mit Schattendächern machen White Domes zu einem guten Stopp, bevor oder nachdem man die Runde geht. Gerade an kühleren Tagen ist es angenehm, nicht sofort wieder ins Auto steigen zu müssen.

Unsere Einschätzung: Der White Domes Trail ist kurz, aber sehr abwechslungsreich. Wer nur Zeit für eine einzige leichte Wanderung hat und Slot Canyon, Wüstenlandschaft und unterschiedliche Felsfarben miteinander verbinden möchte, findet hier eine gute Wahl.
Nevada State Parks beschreibt den Weg aktuell als eine Meile über lockeren Sand und raues Gelände und weist darauf hin, dass sich die Runde eher wie zwei Meilen anfühlen kann. Was wir auf jeden Fall so bestätigen können.
Fire Wave Trail: die bekannteste Wanderung des Parks
| Fire Wave Trail | Daten |
|---|---|
| Länge | etwa 1,5 Meilen / 2,4 Kilometer |
| Route | Hin und zurück beziehungsweise Teil des Seven Wonders Loop |
| Schwierigkeit | leicht bis moderat, wir fanden 2016 die Orientierung oft nicht ganz leicht |
| Schatten | keiner |
| Saisonale Sperrung | 15. Mai bis 30. September |
Die Fire Wave ist eine der bekanntesten Felsformationen im Valley of Fire. Rot-weiß gestreifte Sandsteinschichten ziehen sich wellenförmig über den Boden und erinnern aus der richtigen Perspektive an erstarrte Bewegung. Der Weg dorthin ist nicht lang, verläuft aber vollständig durch offene Landschaft. Das Gestein speichert und reflektiert die Wärme, weshalb selbst moderate Temperaturen schnell anstrengender wirken können. Kleine Steinmarkierungen helfen bei der Orientierung, ersetzen aber keine Aufmerksamkeit – besonders auf den offenen Felsflächen.
Wir würden die Fire Wave möglichst am Morgen besuchen. Dann sind Licht und Temperaturen meist angenehmer und die Felsstruktur lässt sich in Ruhe betrachten. Vom 15. Mai bis 30. September gehört der Trail zu den offiziell gesperrten Wanderwegen. Die Sperrung dient nicht nur als Empfehlung, sondern wird wegen zahlreicher medizinischer Notfälle und Rettungseinsätze durchgesetzt.





Mouse’s Tank Trail: Petroglyphen entlang einer sandigen Schlucht
| Mouse’s Tank Trail | Daten |
|---|---|
| Länge | rund 0,75 Meilen / 1,2 Kilometer |
| Route | Hin und zurück |
| Schwierigkeit | leicht |
| Untergrund | überwiegend tiefer Sand |
| Besonderheit | zahlreiche Petroglyphen |
Der Mouse’s Tank Trail führt durch den Petroglyph Canyon. Bereits auf dem Weg sind an mehreren Felswänden eingeritzte Zeichen und Darstellungen zu erkennen. Es lohnt sich deshalb, nicht nur geradeaus zu schauen, sondern die dunkleren Felsflächen am Rand aufmerksam abzusuchen.
Die Petroglyphen stammen aus verschiedenen Epochen und werden unter anderem mit der Basketmaker- und der frühen Pueblo-Kultur in Verbindung gebracht. Ihre genaue Bedeutung ist vielfach nicht bekannt. Statt einzelne Zeichen vorschnell als Jagdszene oder Ritual zu deuten, sollte man sie als kulturelle Zeugnisse betrachten, deren Interpretation den heute lebenden indigenen Gemeinschaften und der archäologischen Forschung vorbehalten bleibt.
Der Weg endet an einem natürlichen Becken, in dem sich nach Regen Wasser halten kann. Bei unserem Besuch stand allerdings weniger das Becken selbst als vielmehr die Vielzahl der Petroglyphen im Mittelpunkt.
Sicherheitstipp: Sei vorsichtig in den Felsbereichen, da hier Klapperschlangen und andere Tiere Unterschlupf in kleinen Felshöhlen und -spalten finden könnten.



Rainbow Vista und Wanderung zum Fire Canyon Overlook
Der Parkplatz am Rainbow Vista ist bereits ohne Wanderung einen Halt wert. Von dort öffnet sich der Blick über eine Landschaft aus roten, gelben und rosafarbenen Felskuppen. Der offizielle Rainbow Vista Trail ist etwa eine Meile lang und verläuft überwiegend über losen Sand. Nevada State Parks stuft ihn als leicht ein, weist aber auf raues Gelände hin.
Bei unserem Besuch im März 2025 sind wir statt den Rainbow Vista Trail zu wandern einen Parkplatz weiter zum Fire Canyon Overlook gefahren und haben diesen Trail in Angriff genommen. Am Ende des Trails befindet sich der Aussichtspunkt, von dem aus sich der Blick in einen Canyon tiefroter Felsen eröffnet. Vor einem liegen stark gefaltete, dunkler gezeichnete Sandsteinformationen, während in der Ferne graue und rötliche Höhenzüge ineinander übergehen.

Der Blick wirkt zwar weniger ikonisch als die Fire Wave, vermittelt aber einmal mehr, wie unterschiedlich sich das Landschaftsbild im Valley of Fire State Park zeigt. Wir hatten dort außerdem deutlich mehr Ruhe als an einigen der bekannteren Stopps. Allerdings stand der nächste Wolkenbruch kurz bevor und die Besuchermassen hielten sich am Tag unseres Besuchs insgesamt in Grenzen.

Petrified Logs Loop: versteinerte Bäume mitten in der Wüste
| Petrified Logs Loop | Daten |
|---|---|
| Länge | 0,3 Meilen / knapp 500 Meter |
| Route | kurzer Rundweg |
| Schwierigkeit | leicht |
| Untergrund | steinig und sandig |
| Zeitbedarf | etwa 15 bis 25 Minuten |
Der Petrified Logs Loop gehört zu den kurzen Stopps entlang des Valley of Fire Highway. Der Weg führt zu mehreren versteinerten Baumstämmen, die heute durch Zäune vor Beschädigung und Diebstahl geschützt werden. Auf den ersten Blick wirken einige Stücke beinahe noch wie dunkles Holz. Erst aus der Nähe werden die mineralischen Strukturen, feinen Muster und unterschiedlichen Farbtöne sichtbar. Während der Versteinerung wurde das ursprüngliche organische Material nach und nach durch Mineralien ersetzt, sodass Form und Maserung des Holzes erhalten blieben.


Die Zäune sind fotografisch nicht besonders attraktiv, aber aus Schutzgründen nachvollziehbar. Der Rundweg lohnt sich vor allem dann, wenn ihr euch für Geologie interessiert oder einen kurzen, wenig anstrengenden Stopp zwischen längeren Wanderungen sucht. Unsere Fotos zeigen sehr gut, dass der Ort keinen spektakulären Aussichtspunkt bietet. Sein Reiz liegt im Detail und in der Vorstellung, dass hier Überreste einer Landschaft erhalten sind, die lange vor der heutigen Mojave-Wüste existierte.
Wesentlich imposantere Trails entlang versteinerter Bäume findet ihr jedoch im Petrified Forest National Park in Arizona oder auch im Escalante Petrified Forest State Park in Utah direkt am Scenic Byway 12.
Dickhornschafe am Visitor Center
Bei unserem vierten Besuch erlebten wir einen ganz besonderen Moment: In unmittelbarer Nähe des Visitor Centers hielt sich eine Gruppe Dickhornschafe auf. Einige Tiere standen nur wenige Meter entfernt zwischen den roten Felsen. Die Wüstendickhornschafe sind hervorragend an das trockene Gelände angepasst und bewegen sich erstaunlich sicher über steile Felsflächen. Trotzdem sollte man Abstand halten, ihnen niemals den Weg abschneiden und sie nicht füttern.
Gerade das Gelände rund um das Visitor Center kann für Tierbeobachtungen interessant sein. Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Unsere Begegnung zeigt aber, dass es sich lohnt, nicht nur auf die bekannten Felsformationen zu achten. Generell hat man Im Valley of Fire State Park gute Chancen Dickhornschafe beobachten zu können. Bei unserem Besuch 2022 liefen einige Tiere direkt vor uns über die Straße.

Sehenswürdigkeiten im Valley of Fire State Park, die sich auch ohne Wanderung lohnen
Elephant Rock
Der Elephant Rock liegt nahe dem östlichen Parkeingang. Vom Parkplatz führt ein kurzer Weg zur Felsformation. Er liegt nicht unmittelbar an der Straße, sondern ist über einen kurzen sandigen beziehungsweise felsigen Abschnitt erreichbar. Das Besteigen des Elephant Rock ist ausdrücklich nicht erlaubt.

Atlatl Rock
Am Atlatl Rock führt eine Metalltreppe zu mehreren gut sichtbaren Petroglyphen. Der Ort trägt seinen Namen nach der Darstellung einer Speerschleuder. Da der Zugang zeitweise gesperrt sein kann, sollte man die Hinweise vor Ort beachten.


Beehives und Arch Rock
Die Beehives zeigen besonders gut, wie unterschiedlich orientierte Gesteinsschichten durch Erosion freigelegt wurden. Arch Rock liegt an einer kurzen Nebenstraße nahe dem westlichen Parkteil. Beide Stopps lassen sich gut in die Fahrt durch den Park einbauen, benötigen aber weniger Zeit als die großen Wanderungen.
Wie viel Zeit braucht man im Valley of Fire State Park?
Ein halber Tag
Bei einem halben Tag würden wir uns auf eine Panoramafahrt und wenige gezielte Stopps beschränken:
- Visitor Center
- White Domes Road
- Fire Canyon Overlook oder Rainbow Vista
- eine kurze Wanderung, abhängig von Wetter und Sperrungen
- Elephant Rock bei Ausfahrt über den Osteingang
Das ist möglich, bleibt aber eher ein Überblick.
Ein ganzer Tag
Für einen ganzen Tag lassen sich zwei bis drei kurze Wanderungen, das Visitor Center und mehrere Aussichtspunkte ohne große Eile verbinden.
Unsere Empfehlung außerhalb der heißen Monate:
- früh in den Park fahren
- zuerst Fire Wave oder White Domes
- Rainbow Vista beziehungsweise Fire Canyon Overlook
- Pause und Picknick
- Visitor Center
- Mouse’s Tank Trail
- Petrified Logs oder Atlatl Rock
- Elephant Rock zum Abschluss
Wer fotografiert oder bewusst Pausen einplant, wird auch mit einem ganzen Tag problemlos genug zu entdecken haben.

Beste Reisezeit für das Valley of Fire
Die angenehmste Zeit zum Wandern liegt meist zwischen Herbst und Frühjahr.
- Oktober und November: häufig warm, aber wesentlich angenehmer als im Sommer
- Januar und Februar: kühlere Temperaturen, kurze Tage und je nach Wetter kalter Wind
- März und April: meist sehr gute Wanderbedingungen, zunehmend wärmer
- Mai bis September: extreme Hitze und zahlreiche offizielle Trail-Sperrungen
- 1. bis 14. Dezember: jährliche vollständige Schließung des Parks
Im Sommer können die Temperaturen deutlich über 38 Grad Celsius steigen. Viele beliebte Wege – darunter White Domes, Fire Wave, Seven Wonders und Pastel Canyon – sind deshalb jährlich vom 15. Mai bis 30. September geschlossen. Auch außerhalb dieser Zeit gilt: kein Schatten, reflektierender Sandstein und trockene Luft führen dazu, dass man den Flüssigkeitsbedarf leicht unterschätzt.
Eintritt, Öffnungszeiten und wichtige Regeln
Der Valley of Fire State Park ist grundsätzlich täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Tagesgäste benötigen derzeit keine Reservierung. Für Fahrzeuge ohne Nevada-Kennzeichen beträgt der Eintritt 15 US-Dollar (Stand Juli 2026).
Beachtet außerdem:
- Nur auf ausgewiesenen Straßen fahren und an erlaubten Stellen parken.
- Steine, Pflanzen, versteinertes Holz und archäologische Objekte dürfen nicht mitgenommen werden.
- Petroglyphen dürfen nicht berührt oder nachgezeichnet werden.
- Nach Sonnenuntergang dürfen sich nur registrierte Camper oder Teilnehmer genehmigter Veranstaltungen im Park aufhalten.
- Klettern auf Elephant Rock, Arch Rock und Atlatl Rock ist nicht gestattet.
- Informiert euch unmittelbar vor dem Besuch über aktuelle Straßen- und Trail-Sperrungen.

Visitor Center
Das Visitor Center ist immer ein sinnvoller Stopp, besonders beim ersten Besuch. Ausstellungen erklären die Geologie, Tierwelt und menschliche Geschichte der Region. Außerdem erhaltet ihr aktuelle Informationen zu Wetter, Wegzuständen und Sperrungen. Auch Toiletten findet ihr dort.
Neben einer mega interessanten Ausstellung findet ihr im Visitor Center auch einen Shop, wo ihr tolle Andenken kaufen könnt. Bei unserem Besuch 2025 stand auch eine Gruppe Dickhornschafe direkt vor dem Visitor Center und zeigte sich relativ unbeeindruckt von den Besuchern und den PKWs. Dennoch sind es wilde Tiere und ihr solltet immer ausreichend Abstand halten.


Camping und Picknickplätze
Im Park gibt es zwei Campgrounds mit insgesamt 72 Stellplätzen. Die Plätze verfügen über schattige Tische, Grillstellen, Wasser und Sanitäranlagen; einzelne RV-Plätze besitzen Strom- und Wasseranschlüsse. Campingplätze müssen inzwischen reserviert werden. Auch ohne Übernachtung gibt es mehrere schöne Picknickmöglichkeiten. Wir haben unter anderem schon den Picknickpatz am Atlatl Rock genutzt, aber auch nach unserer Wanderung auf dem White Domes Trail unsere Pause am dortigen Trailhead eingelegt. Für uns war das angenehmer, als den Park für ein Restaurant zu verlassen – und wir konnten den Tag anschließend ohne Umweg fortsetzen. Lebensmittel und ausreichend Wasser sollte man bereits vor der Einfahrt besorgen. Im Park selbst gibt es keine umfassende Versorgung.

Unser Fazit nach vier Besuchen im Valley of Fire State Park
Auch nach unserem vierten Besuch fühlt sich das Valley of Fire für uns nicht wie ein Park an, den man irgendwann vollständig „abgehakt“ hat. Bei jeder Reise haben wir einen anderen Teil intensiver erlebt. Mal standen die bekannten Felsformationen im Mittelpunkt, mal die Petroglyphen, jedes mal andere Wanderungen und kurze Trails, die versteinerten Baumstämme und Begegnungen Dickhornschafen und anderen Tieren.
Landschaftlich ist der Valley of Fire State Park neben dem Snow Canyon State Park und der Red Rock Conservation Area für uns immer noch einer der schönsten Naturparks im Südwesten der USA. Um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Man muss keine lange oder schwierige Wanderung unternehmen, um tief in die Landschaft einzutauchen. Schon eine Meile kann durch einen Slot Canyon, über tiefen Sand und an völlig unterschiedlichen Gesteinsschichten vorbeiführen. Und für manch einen mag es schon ausreichend sein den Park einfach mit dem Mietwagen oder dem Camper zu erkunden.
Wer von Las Vegas aus nur wenige Stunden Zeit hat, bekommt bereits bei einer Panoramafahrt einen guten Eindruck. Wir würden dennoch einen ganzen Tag einplanen. Das gibt Raum für mindestens zwei Wanderungen, ein Picknick und jene ungeplanten Momente, wegen derer wir bis heute immer wieder gerne ins Valley of Fire zurückkehren.
FAQ zum Valley of Fire State Park
Ja. Der Park bietet auf vergleichsweise kleiner Fläche Panoramastraßen, kurze Wanderwege, Petroglyphen, versteinerte Bäume und sehr unterschiedliche Sandsteinformationen. Auch Besucher, die nicht weit wandern möchten, können viele Orte erreichen.
Für eine reine Panoramafahrt mit wenigen Stopps reichen etwa drei bis vier Stunden. Für zwei oder mehr Wanderungen, das Visitor Center und ein Picknick empfehlen wir einen ganzen Tag.
Das hängt von den eigenen Interessen ab. Der White Domes Trail bietet auf einer Meile besonders viel Abwechslung mit hellem Sandstein, Filmkulisse und Slot Canyon. Die Fire Wave ist die bekannteste Felsformation, während der Mouse’s Tank Trail vor allem wegen der Petroglyphen interessant ist.
Viele Trails werden jährlich vom 15. Mai bis 30. September wegen extremer Hitze gesperrt. Dazu gehören unter anderem White Domes, Fire Wave, Seven Wonders, Pastel Canyon und mehrere längere Wege.
Seit der aktuellen Regelung bleibt der gesamte Valley of Fire State Park jährlich vom 1. bis 14. Dezember wegen Wartungsarbeiten geschlossen.
Für einen normalen Tagesbesuch ist derzeit keine Reservierung erforderlich. Campingplätze müssen dagegen vorab reserviert werden.
Ja. Entlang des Valley of Fire Highway und der White Domes Road liegen zahlreiche Aussichtspunkte und kurze Fotostopps. Für Elephant Rock, Petrified Logs und andere Ziele sind jedoch zumindest kurze Wege erforderlich.
Eine umfassende gastronomische Versorgung gibt es nicht. Wasser und Verpflegung sollten vor der Einfahrt besorgt werden. Am Visitor Center und auf den Campgrounds können je nach Betrieb einzelne Einrichtungen verfügbar sein, darauf sollte man sich für die Tagesverpflegung aber nicht verlassen.
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