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Cascade Loop | Scenic Route im Pazifischen Nordwesten

von Sylvia Bentele

Cascade Loop | Scenic Route im Pazifischen Nordwesten

Der Cascade Loop war der Auftakt unserer letzten Reise durch den Pazifischen Nordwesten der USA. Die leider etwas getrübt war durch zahlreiche Waldbrände, die dem Land in diesem Jahr schwer zu schaffen machten. Da wir aber immer mit der Auffassung reisen, dass wir REISEN, und nicht einfach nur Urlaub machen, gehört das einfach mit dazu. Solange wir uns und andere nicht unnötig in Gefahr bringen oder gar hinderlich sind.

Cascade Loop
Rauch liegt in der Luft

Startpunkt des Cascade Loop

Start der Route war unser Hotel in Seattle SEATAC, das Sleep Inn SeaTac. Keine überragende Unterkunft, aber sauber und ordentlich mit nettem Empfang. In der Nähe befinden sich auch ein IHOP und wenige Meter weiter ein winziger und zugegebenermaßen etwas schmuddeliger Burgerladen – Bob’s Burger. Aber super! Die Burger sind echt gut! Uns haben im Vorfeld schon die Bewertungen bei Tripadvisor überzeugt! Genug vom Essen – nun zu unserer Route. Vom Hotel ging es mit der Fähre ab Mukilteo nach Whidbey Island, die größte Insel des Staates Washingtons.

Whidbey Island
Whidbey Island

Whidbey Island und der Deception Pass State Park

Am nördlichen Ende von Whidbey Island befindet sich der Deception Pass State Park. Es war der erste State Park, den wir auf unserem Roadtrip durch den Pazifischen Nordwesten besucht haben, deshalb haben wir am Parkplatz einen Jahrespass gekauft. Da es in Washington zahlreiche State Parks gibt, haben wir zugeschlagen und es hat sich gelohnt. Wir haben uns überwiegend selbst versorgt und die meisten Picnic Areas liegen auch im Gebiet eines State Parks. Also allein aus diesem Aspekt eine lohnenswerte Anschaffung. Der Pass nennt sich Discover Pass.

Deception Pass State Park
Deception Pass State Park
Deception Pass Bridge

Über den Cascade Loop zum North Cascade Nationalpark

Vom Deception Pass SP ging es weiter über die Deception Bridge Richtung North Cascade National Park über den Highway 20. Der North Cascade Nationalpark verlangt derzeit übrigens keine Entrance Fee, es wird also auch kein Jahrespass für Nationalparks benötigt. Wir hätten gerne unterwegs irgendwo einen Stopp eingelegt, allerdings konnten wir in den Cascades kein Hotel oder ähnliches auftun. Wer allerdings mit Camper oder Zelt unterwegs ist, kann unterwegs nächtigen. Die Versorgungslage in den Bergen eher schlecht, Ihr solltet also mit Proviant ausgestattet und vollgetankt aufbrechen.

Wir hatten durch zahlreiche Waldbrände immer wieder schlechte Sicht und auch das Atmen war bisweilen beeinträchtigt. Man hatte den Eindruck die Sonne würde bald untergehen, es war jedoch gerade erst 14 Uhr. Der Rauch kann das Sonnenlicht ganz schön verändern. Trotzdem gab es auch wunderschöne Fleckchen mit einigermaßen klarer Sicht – so wie hier am Gorge Lake. Was uns völlig fasziniert hat, waren die zahlreichen Facetten von grün. Naja, Washington heißt wahrscheinlich nicht umsonst „The Evergreen State“. Glasklare Seen und Flüsse zaubern eine magische Landschaft. Wir hätten gerne mehr Zeit gehabt.

Cascade Loop
Gorge Lake

Atemberaubender Pazifischer Nordwesten

Noch krasser wird es, wenn man dem Verlauf des Highway 20 folgt: nachdem sich die Straße etwas nach oben geschlängelt hat, eröffnet sich ein fantastischer Blick auf den Diablo Lake. Die Farbe dieses Stausees ist einfach unfassbar! Übrigens gibt es auch hier einige Campgrounds. Zahlreiche Infos über Hiking Trails, Campgrounds und weitere wichtige Informationen hält der Nationalparkservice für Euch bereit. Erkundigt Euch immer über aktuelle Straßenzustände, sowie sonstige Warnungen. Im Winter ist der Highway 20 grundsätzlich nicht passierbar!

Diablo Lake
Türkisfarbener Diablo Lake

Cascade Loop – weiter gehts!

Die Fahrt über den Highway 20 ist einfach atemberaubend! Ich kann es nicht oft genug sagen: wunderschöner  Pazifischer Nordwesten! Wenn man so wie wir Berge mag. Leider hatten wir bei unserer Weiterfahrt das Pech, dass der Rauch zunehmend dichter wurde. Was heißt, wir hatten Pech: die Menschen, die Tiere und die Natur sind natürlich diejenigen, die in erster Linie von Pech sprechen dürfen. Ich habe dann leider auch immer sofort im Kopf welche Konsequenzen solche Brände für Mensch und Tier haben – da sollte diese Reise noch einiges für uns bereit halten. Dennoch konnten wir einen passablen Eindruck gewinnen, wie schön die Natur in den Cascades ist! Richtig, erinnert irgendwie an Bayern und die Alpen. Und eben darum – deshalb mag ich es!

Cascade Loop
Fahrt durch die Kaskadenkette

Entlang der Strecke finden sich immer wieder Gelegenheiten für wunderbare Aussichten und Möglichkeiten zum Fotografieren.

Cascade Loop
Cascade Loop
Cascade Loop
Die Sonne scheint durch dichte Rauchschwaden

Zwischenübernachtung am Cascade Loop im Wilden Westen

Unseren Zwischenstopp haben wir in Winthrop eingelegt im Winthrop Inn. Winthrop ist zwar ein künstliches WesternstädtchenWilder Westen, dennoch absolut liebenswert! Man kann gut essen, die Leute sind super freundlich und wer durch die Cascades fährt, wird seinen Fokus wahrscheinlich ohnehin mehr auf der Natur als auf einem tollen Shoppingerlebnis haben. Daher finde ich, es ist absolut geeignet um dort zu übernachten.

Winthrop
Cascade Loop

Weiter ging es am nächsten morgen bis zum Highway 97, dem wir in südlicher Richtung nach Wenatchee gefolgt sind um dann wieder auf Richtung Westen auf den Highway 2 zu fahren.

Cascade Loop
Wunderschöne Morgenstimmung

Der Cascade Loop entlang des Columbia River

Ein Stückchen folgt diese Strecke dem mächtigen Columbia River. Und da saß er: wir trauten unseren Augen kaum. Das stolze amerikanische Wappentier saß da einfach auf einem Ast und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, als ich mit meiner Kamera ankam. Als ob er wüsste, was er nun tun müsste. Was für ein tolles Tier! Die Landschaft entlang des Columbia River ist völlig anders zu der, durch die wir noch einen Tag zuvor gefahren sind.

Weißkopfseeadler am Columbia River
Cascade Loop
Cascade Loop
Cascade Loop
Cascade Loop
Apfelernte Washington State

In der Gegend um Wenatchee werden Äpfel angebaut. Immer wieder finden sich entlang der Straße verschiedenste Möglichkeit Obst bzw. Äpfel zu kaufen. Auch auf dieser Strecke gibt es wunderschöne Stellen um ein Picknick einzulegen, wie im Bild unten am Wenatchee River nahe Leavenworth, dem berühmten bayerischen Dorf. Wir sind durchgefahren, wollten es uns eigentlich ansehen. Aber bereits bei der Parkplatzsuche war uns klar, dass man es nicht gesehen haben muss. Und erst recht nicht, wenn man wie wir aus Bayern kommt. Wir haben der Natur den Vorrang gelassen. Das ist in der Region Pazifischer Nordwesten auch angemessen!

Wanetchee River bei Leavenworth

Begegnung mit dem PCT

Hier ist man wieder tief in den wunderschönen Cascade Mountains und ab und zu begegnet man Wanderern, die etwas schmuddelig aussehen. Nicht wundern: das sind tapfere Leute, die vom berühmten Pacific Crest Trail, kurz PCT, kommen, der in der Nähe der Deception Falls Picnic Area den Highway 2 touchiert. Er endet in Kanada nicht weit von der Grenze beim E.C. Mannings Provincial Park in British Columbia. Wie Ihr an nachfolgenden Bildern sehen könnt, lohnt sich auch ein Stopp an dieser Picnic Area. Es ist ein kleiner Spaziergang ohne große Herausforderungen durch ursprünglichen Regenwald. Und tut auf jeden Fall gut nach den langen Fahrten.

Stevens Pass
Regenwald im Pazifischen Nordwesten
Stevens Pass
Stevens Pass

Fazit zum Cascade Loop

Im Nachhinein hätten wir am Cascade Loop gerne noch etwas mehr Zeit verbracht. Normalerweise wäre für uns Camping mit Zelt eine Option gewesen, nicht aber zu der Jahreszeit. Ende September wird es in den Cascades nachts mitunter empfindlich kalt. Wunderschön war jedoch, dass nur sehr wenige Menschen unterwegs waren – man ist manchmal wirklich mutterseelenallein. Dieser Umstand soll uns den Rest des Roadtrips immer wieder begleiten.

Eine kurze Videozusammenfassung vom Cascade Loop haben wir übrigens auch bei Youtube für Euch bereit gestellt:

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