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Mammoth Lakes | Sierra Nevada Kalifornien

von Sylvia Bentele

Mammoth Lakes | Sierra Nevada Kalifornien

Mammoth Lakes ist eigentlich ein Wintersportort in der Sierra Nevada in Kalifornien im Mono County. Ihr passiert den Abzweig vom U.S. Highway 395, wenn Ihr zum Beispiel vom Death Valley Richtung Norden in den Yosemite National Park oder zum Lake Tahoe fahrt.

Mammoth Lakes Sierra Nevada Kalifornien
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Basislager Mammoth Lakes

Eingefleischten USA-Reisenden sagt Mammoth Lakes sicher sofort etwas, einem Neuling aber nicht unbedingt. Dennoch solltet Ihr den Ort auf dem Schirm haben. Mammoth Lakes liegt relativ hoch auf 2400 Metern Höhe in der Sierra Nevada, daher kann es auch im Frühsommer ganz schön frisch werden. Das durften wir mitten im Juni am eigenen Leib erfahren. Der Tioga Pass, der zum Yosemite National Park führt ist um diese Jahreszeit manchmal sogar noch so zugeschneit, dass er nicht passierbar ist. Trotzdem war diese Etappe eines der mega Highlights unserer USA Reise 2014 für mich persönlich. Eigentlich waren wir bei der Reiseplanung nur auf der Suche nach einem halbwegs hübschen Ort zum Übernachten. Der ganz nebenbei auch als Ausgangspunkt für unseren Ausflug in die Geisterstadt Bodie und als strategisch günstiges Basislager für die Weiterfahrt in den Yosemite National Park dienen sollte.

Die Entdeckung von Mammoth Lakes

Gefunden habe ich den Ort bei meiner Routenplanung übrigens ganz banal mit Google Maps. Ein probates Mittel um heraus zu finden ob ein Landstrich, eine Gegend oder eine Straße rund um ein Hotel ansprechend ist, ist Google Street View. Ihr wisst schon: das gelbe Männchen, dass man auf die blauen Strassen bei Google Maps plumpsen lassen kann. So plane ich übrigens ganz viele unserer Reiserouten und so wurde ich hier auch auf die vielen hübschen Seen in der Nähe aufmerksam.

Mammoth Lakes Sierra Nevada Kalifornien
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Sierra Nevada Kalifornien

Temperaturschock – von der Wüste ins Hochgebirge

Im Prinzip ist Mammoth Lakes als Skigebiet wohl gefragter im Winter als im Sommer, aber jemand der wie wir in Bayern geboren und aufgewachsen ist, hat wahrscheinlich ein genetisch verankertes Faible für alpine Landschaften. Dennoch sollte Ihr auch im Sommer unbedingt eine warme winddichte Jacke einpacken. Insbesondere, wenn man so wie wir, aus dem Death Valley mit Temperaturen um die 45 bis 50 Grad Celsius kommt. Gefühlt pfiff mir der eisige Bergwind mit maximal 5 Grad um die nackten Beine. In Wahrheit herrschten hier oben im Juni gerade mal so um die 10 Grad. Nebenbei bemerkt trug ich ja immer noch die kurzen Hosen, die ich morgens bei der Abfahrt aus dem Death Valley angezogen habe.

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Die Lage von Mammoth Lakes

Mammoth Lakes liegt ja wie schon erwähnt bereits recht hoch in der Sierra Nevada. Trotzdem hat es uns an die noch höher gelegenen Gebirgsseen gezogen. Das war der absolute Hammer, denn hier findet Ihr glasklare Bergseen. Die klarsten Gebirgsseen, die ich je gesehen habe!  Die Wasserqualität kann sicher mit der am Lac d’Annecy in den französischen Alpen mithalten, der über die höchste Wasserqualität Europas verfügt.

Sierra Nevada Kalifornien
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Bärensuche

Wir hatten nicht nur wettertechnisch einen echt tollen Tag erwischt. In USA war an diesem Tag auch noch Vatertag! Es war wie Vatertag aus einer amerikanischen Komödie mit Adam Sandler oder so. Überall waren Familien mit ihren Pickup-Trucks zu sehen, die ihre Cabins im Wald bezogen. Die Männer waren mit Dosenbier bewaffnet beim Angeln. An einem kleinen Restaurant stand sogar eine Band, die Songs von CCR, Dire Straits und so weiter gespielt. Insgeheim gehofft hatte ich allerdings mehr darauf, endlich einmal einen Schwarzbären in freier Wildbahn zu sehen. Das Einzige mit schwarzem Fell, das ich allerdings zu Gesicht bekam, war aber nur ein etwas altersschwacher mürrischer Bernhadiner. Aber mindestens genauso furchteinlösend wie ein ausgewachsener Grizzly. Daher leider auch kein Bärenfoto. Sorry, nächstes Mal vielleicht. Denn der übellaunige Bernhadiner war nicht fotogen und daher kein würdiger Ersatz für einen Bären.

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Wandern in Mammoth Lakes

Mammoth Lakes ist ein guter Ausgangspunkt um zum Beispiel zum Devil’s Postpile zu wandern. Das steht allerdings immer noch auf unserer Bucketlist, denn zeitlich geschafft haben wir es leider nicht. Ich habe die Umgebung landschaftlich einfach unterschätzt und zu wenig Zeit für diesen Ort eingeplant. Neben der bizarren Basaltgesteinsformation des Devils Pospile ist die Gegend überhaupt ein tolles Wandergebiet. Der John Muir Trail und auch der Pacific Crest Trail, kurz PCT, führen durch dieses Gebiet. Der John Muir Trail noch etwas näher. Von John Muir stammt übrigens das bekannte Zitat „The Mountains are calling an I must go!“. Auch eine Wanderung zu den beeindruckenden Rainbow Falls ist bestimmt sehr reizvoll. Damit Ihr nicht wie wir die Highlights der Sierra Nevada in Kalifornien verpasst, könnt Ihr Euch eine Übersicht über die Trails auf dieser Website verschaffen.

Auf jeden Fall könnte ich alleine dort schon mindestens zwei Wochen Urlaub machen. Mit Kayak (die könnt Ihr auch mieten) über die Seen paddeln, in einer Hütte im Wald schlafen und wandern gehen. Wer plant in die Ecke Yosemite (von der Ostseite über die Tioga Road), Bodie oder Mono Lake zu fahren: Gönnt Euch noch ein bis zwei extra Tage hier ein bisschen fernab von den gehypten Regionen, es lohnt sich. Insgesamt ist das Preisniveau hier zwar relativ hoch, aber man kann durchaus auch einen Bleibe mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis finden.

Mammoth Lakes
Sierra Nevada Kalifornien
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Fazit zu Mammoth Lakes

Mammoth Lakes und seine Umgebung ist sicher ein Ort, den man in seinen Möglichkeiten nicht unterschätzen sollte. Ich hoffe, dieser Artikel hilft Dir, dem Gebiet mehr Aufmerksamkeit zu schenken, als wir es getan haben. Sehr gerne würde ich eines Tages auch wieder hierher zurück kommen um noch mehr zu entdecken und einige Wanderungen zu unternehmen. Doch wir sind ja nie fertig mit dem Planen neuer Reisen und dem Entdecken neuer Gebiete in Kalifornien, Oregon, Washington, Utah, Arizona und so weiter. Auch in Europa und Kanada warten noch so viele Orte darauf von uns entdeckt zu werden. Ganz sicher aber werden wir berichten bzw. diesen Artikel ergänzen, wenn es soweit ist!

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