Mit dem Wohnmobil nach England – Unsere Route für drei Wochen zum Nachreisen
Inhaltsverzeichnis
Im Herbst 2025 sind wir mit dem Wohnmobil nach England gereist. Es war unsere erste Reise mit dem Campervan, aber nicht die erste Reise nach England. 2022 waren wir schon einmal mit dem Dachzelt in England und Wales, auch diese Route findet ihr hier auf dem Blog. Unsere zweite Reiseroute nach England und Schottland, ebenfalls mit Dachzelt, ist aktuell noch nicht auf dem Blog eingezogen.
Falls ihr ebenfalls vorhabt mit dem Wohnmobil nach England zu reisen, findet ihr hier eine mögliche Route zum Nachreisen, inklusive der Unterkünfte, beziehungsweise der Campingplätze, die wir genutzt und auch im Voraus gebucht hatten.
Die Etappen unserer Roadtrips durch England mit unserem Kastenwagen
Wir haben unsere Reise mit dem Wohnmobil nach England vorgeplant, Zumindest wie lange wir in welcher Gegend bleiben möchten. Das war aber hauptsächlich dem Umstand geschuldet war, dass wir die Reise ursprünglich noch mit Dachzelt geplant hatten. Da waren wir ja auf Unterkünfte mit Dusche und WC angewiesen und da noch freie zu finden war im Vorjahr spontan gar nicht so einfach.
Wir haben immer ein paar Tage an einem Ort für unseren Roadtrip durch England eingeplant, um dann weiterzufahren und dort ebenfalls ein paar Tage zu bleiben und die Gegend zu erkunden. In einigen Ecken waren wir schon, andere waren neu für uns.
1. // Brighton – Hippie Vibes und bunte Gassen
Unsere erste Etappe auf unserem Roadtrip nach England mit dem Wohnmobil war Brighton. Das hatten wir bei unserer ersten Reise durch den Süden Englands ausgelassen, ganz einfach weil es ein sonniger Sonntag war und wir schlicht und ergreifend keinen Parkplatz gefunden haben.

Einen Besuch in Brighton wollten wir uns diesmal aber nicht entgehen lassen, weshalb wir einen Platz bei der Brighton Caravan and Motorhome Club Campsite gebucht haben. Auf das Thema Camping in England gehe ich später noch genauer ein. Von diesem Campingplatz aus gelangt ihr auf jeden Fall mega easy mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Brighton. An der Rezeption könnt ihr euch genau erklären lassen mit welchem Bus ihr nach Brighton gelangt, wo ihr die Haltestelle findet und worauf ihr achten müsst.

Brighton ist keine Stadt mit einer Million alter Sehenswürdigkeiten. Brighton ist ein Vibe! Den man gesehen und erlebt haben sollte. Es ist farbenfroh und bunt, und das auch im übertragenen Sinn. Es ist tolerant und Heimat von Freigeistern. Es gilt als veganfreundlichste Stadt Großbritanniens – eine lebendige Stadt mit Hippie-Vibes, die du keinesfalls verpassen solltest!
- Campingplatz: Brighton Caravan and Motorhome Club Campsite
- Veganer Foodspot: Crepeaffaire
- Sehenswürdigkeiten: Brighton Palace Pier, i360, The Lanes, Brighton Seafront, Royal Pavillon
- Unser Highlight: Definitiv die bunte Altstadt mit den engen Gassen – The Lanes!
2. // New Forest National Park – Wilde Pferde und alte Wälder
Die zweite Etappe auf unserem Roadtrip nach England mit dem Wohnmobil war der New Forest Nationalpark, den wir auf unserer ersten Reise nach Südengland aus irgendwelchen Gründen überhaupt nicht auf dem Schirm hatten. Aber kleiner Spoiler-Alarm! Der New Forest Nationalpark ist eine absolut sehenswerte Region, in der ich ohne weiteres allein zwei Wochen Wanderurlaub machen könnte.

Wie der Name schon sagt, ist die Region geprägt von alten Wäldern, die wirklich alt sind. Sie gehen auf das 12. Jahrhundert zurück und dienten als königliches Jagdrevier. Bemerkenswert sind die Wilden Pferde, die keine Wildpferde im eigentlichen Sinn sind. Sie leben dort einfach ein sehr freies Leben. Es kann euch also gut passieren, dass bei einer Waldwanderung plötzlich ein Pferd aus dem Unterholz kommt.
- Campingplatz: New Forest Centenary Club Campsite
- Veganer Foodspot: Mettricks in Lyndhurst
- Sehenswürdigkeiten: Hexendorf Burley, Blackwater Arboretum, Lyndhurst, Brockenhurst
- Unser Highlight: Überall Wilde Pferde und die tolle Moorlandschaft!






3. // Lake District National Park
Unser Roadtrip nach England mit dem Wohnmobil hat uns als nächstes in den Lake District geführt. Dafür ist eine längere Fahrt zurückzulegen, weshalb wir hier auch einfach nur die Fahrt und keine Stopps eingeplant haben. Außer zum Tanken und Einkaufen haben wir nirgendwo angehalten.
Wir haben versucht relativ zentral eine Unterkunft zu bekommen, was uns mit dem Coniston Park Coppice Club Campsite ganz gut gelungen ist. Von hier aus haben wir uns Muncaster Castle besucht und sind zum tiefsten See Englands, dem Wast Water, gefahren. Wir haben den Castlerigg Stonecircle, einen 5000 Jahre alten Steinkreis eingebettet in eine Landschaft, die an Schottland erinnert, erkundet und sind den Kirkstone Pass, einen Pass mit 20 % Steigung, gefahren.





Natürlich könnt ihr hier noch viel mehr unternehmen, wir hatten extra unser Packraft dabei, hatten aber mit dem Wetter und den Temperaturen etwas Pech, weshalb wir nicht in See stechen konnten. Nächstes Mal vielleicht. Aber man kann auf jeden Fall in den zahlreichen Seen paddeln, schwimmen oder mit dem SUP übers Wasser schippern. Dafür gibt es auch Anbieter, beziehungsweise Vermieter und ihr müsst kein eigenes Equipment mitbringen.
- Campingplatz: Coniston Park Coppice Club Campsite
- Sehenswürdigkeiten: Muncaster Castle, Wast Water, Castlerigg Stone Circle, Kirkstone Pass
- Unser Highlight: Wast Water (National Trust)

4. // Yorkshire Dales National Park – Wasserfälle und Wallace & Gromit
Nach drei Nächten im Lake District ging es für uns weiter in die Yorkshire Dales, eine Gegend, in die wir uns schon im Jahr zuvor total verliebt haben. Wir haben uns für zwei Wanderungen entschieden: den Trail um die Ingleton Waterfalls und eine Runde ab Thornton Steward, auf der du auch Jervaulx Abbey besichtigen kannst. Wir haben die eigentliche Besichtigung ausgelassen, aber die Ruinen der ehemaligen Zisterzienserabtei sind definitiv sehenswert!


Im Jahr davor haben wir uns die Aysgarth-Wasserfälle angesehen, deren Besuch wir euch auch empfehlen können. Sie sind wirklich traumhaft schön! Ebenfalls sehenswert ist das geschichtsträchtige Bolton Castle, in dem Maria Stuart gefangen gehalten wurde. Ganz in der Nähe befindet sich auch Bolton Abbey, was wir uns noch nicht angesehen haben.



Quartier bezogen haben wir auf der Hawes Club Campsite, das am Ortsrand von Hawes liegt. Ihr könnt locker zu Fuß in das kleine Marktstädtchen laufen, das vor allem für seinen Käse bekannt ist, den Wensleydale Käse. Bei Wallace und Gromit Fans sollte jetzt was klingeln! Den beiden ist es angeblich zu verdanken, dass die Käserei heute überhaupt noch existiert. Denn die Käserei war finanziell am Limit als Wallace und Gromit ausgerechnet diesen Käse zu ihrem Lieblingskäse auserkoren haben, womit die Käserei unerwartet Berühmtheit erlangt hat. Eine schöne Geschichte!
- Campingplatz: Hawes Club Campsite
- Sehenswürdigkeiten: Ingleton Waterfall Trail, Aysgarth-Wasserfälle, Jervaulx Abbey, The Forbidden Corner, Brimham Rocks, Malham Cove, Bolton Castle und Bolton Abbey
- Unser Highlight: Der Ingleton Waterfalls Trail – er kostet zwar Eintritt, den ist er aber auf alle Fälle wert!
5. // Peak District National Park – Gemütlichkeit im Sturm
Bereits bei unserer letzten Reise in den Peak District National Park war uns das Wetter nicht wirklich hold. Aber diesmal wütete Sturm Amy über den Nordwesten Großbritanniens und forderte sogar Todesopfer. Auch wenn wir nur die Ausläufer zu spüren bekamen, es war so stürmisch und unwirtlich, dass wir die Tage genutzt haben ein wenig die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten.

Außerdem hatte Thomas Geburtstag und mangels schöner veganer Pubs oder Tee Rooms in Castleton, habe ich mithilfe meines heißgeliebten Omnia* einen veganen Geburtstagskuchen gezaubert. Wir haben uns leckeren Kaffee gekocht und es uns in unserem Kastenwagen mit einem Buch gemütlich gemacht.



- Campingplatz: Castleton Club Campsite
- Sehenswürdigkeiten: Mam Tor, Peveril Castle, Peak Cavern, Blue John Cavern, Chatsworth House, Bakewell
- Unser Highlight: Blue John Cavern



6. // Cotswolds – Traumhafte Dörfer und der Instagram-Hype
Wir waren bei unserer ersten England-Reise schon einmal in den Cotswolds, die damals gefühlt noch nicht so sehr durch die zahlreichen „Cozy-Vibe“-Kanäle auf Instagram gehypet waren. Natürlich waren sie durchaus schon bekannt. Aber auch der Umstand, dass das Jahr 2022 durchaus noch von der Corona Pandemie geprägt war, haben die Cotswolds für uns in einem eher „beschaulichen“ Licht erscheinen lassen. Aber selbst damals, mit wesentlich weniger Touristen und einem PKW statt Kastenwagen, war die Parksituation schon nicht ganz einfach.
Nun, drei Jahre später und mit Kastenwagen, war es plötzlich überhaupt nicht mehr so beschaulich. Zudem sollte man wissen, dass sich in der Gegend auch die Reichen und Schönen niederlassen. Dementsprechend fiel uns diesmal auch der Snobismus ein wenig unangenehm auf.
Kurzum: die Cotswolds waren für uns nicht mehr das, wie es sich beim ersten mal anfühlte. Dennoch natürlich absolut sehenswert, vor allem wenn man ohnehin schon in England unterwegs ist. Wer ähnliche Vibes haben möchte, aber gerne auf dem europäischen Festland bleiben will, dem legen wir Südwestfrankreich ans Herz: die Dordogne, beziehungsweise das Perigord sind unbedingt eine Reise wert!

- Campingplatz: Moreton-in-Marsh Club Campsite
- Sehenswürdigkeiten: Bibury (Arlington Row!), Castle Combe, Stow-on-the-Wold
- Unser Highlight: diesmal tatsächlich keines, aber unser Lowlight: Broadway
7.// Daleacres und Rückfahrt
Dieser Zwischenstopp diente lediglich als strategisch günstig gelegener Übernachtungsplatz in der Nähe zu Folkstone. Wir haben hier nur übernachtet, da wir am nächsten Morgen schon zeitig zum Zug aufgebrochen sind. Und dafür können wir den Platz auch tatsächlich empfehlen.
- Campingplatz: Daleacres Club Campsite
Mit dem Wohnmobil nach England – Unsere Reisevideos auf YouTube!
Wir verlinken Euch außerdem unsere YouTube-Playlist mit allen Folgen zu unserer Englandreise. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch nicht alle Folgen fertig geschnitten und veröffentlicht. Lasst auch super gerne ein Abo da und aktiviert die Glocke, um keine wertvollen Reiseinspiriationen zu verpassen. Nicht alles, was wir filmen landet auf dem Blog und nicht alles was wir bloggen, filmen wir. Tragt Euch also auch in unseren Newsletter ein!
Anreisetipps für die Reise mit dem Wohnmobil nach England: Fähre oder Eurotunnel nach Großbritannien?
Um mit dem Wohnmobil nach England zu gelangen habt ihr grundsätzlich zwei Möglichkeiten: mit dem Autozug oder der Fähre. Für was ihr Euch entscheidet hängt natürlich vom Preis ab, aber auch von eurem Ziel in England, beziehungsweise eurem eigenen Wohnort.
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Da wir im Süden von England gestartet sind und auch im Süden von Deutschland wohnen, bietet sich für uns natürlich eher Calais-Dover oder Calais-Folkstone an. Und vergesst nicht die Uhr eine Stunde zurückzustellen.
ETA – Elektronische Einreisegenehmigung für deinen Roadtrip mit dem Wohnmobil nach England
Egal ob mit Fähre oder durch den Tunnel: ETA müsst ihr auf jeden Fall beantragen. Seit April 2025 müssen Reisende einen Online-Antrag stellen um nach Großbritannien einreisen zu können. Vergleichbar mit ETA für Kanada oder ESTA für die USA. Sie kostet £16 (ca. 19 €) pro Person, ist zwei Jahre gültig und kann über die „UK ETA App“ oder GOV.UK beantragt werden. Achtet darauf, dass ihr den Antrag nicht über irgendwelche Dienstleister oder Provider stellt, sonst zahlt ihr extra Gebühren.
Durch den Tunnel nach England
Wir persönlich bevorzugen die Fahrt mit dem Zug. Mit etwas Glück bekommt man ein bezahlbares Ticket. Wenn man einen stornierbaren Tarif buchen möchte, haben wir auch schon die Erfahrung gemacht, dass tatsächlich das Ticket für LeShuttle, also den Zug durch den Eurotunnel, günstiger war. Die Auffahrt auf den Zug ist auch kein Hexenwerk, das geht sogar mit dem Wohnwagen recht entspannt. Die Überfahrt – oder sollte ich schreiben Unterfahrt – dauert in etwa 35 Minuten. Schaut mal in unser erstes YouTube-Video unserer England-Reihe – da kann man das Procedere sehr genau sehen.
Wir hatten ein Zugticket für den frühen Vormittag. Durch die Zeitverschiebung gewinnt man ja eine Stunde Zeit, sobald man auf der englischen Seite von Bord geht, weshalb man sich jetzt nicht so super früh Einbuchen muss. Allerdings unterscheiden sich auch die Preise, je nach Abfahrtszeit. Zum Übernachten haben wir uns tatsächlich nochmal einen Campingplatz in Ambleteuse, ca 30 Minuten vom Zugterminal entfernt, genommen, denn die Stellplätze in der Nähe sind etwa in der gleichen Preisklasse.
Mit der Fähre nach England
Die meisten Touristen nehmen für ihre Reise mit dem Wohnmobil nach England vermutlich aus Kostengründen die Fähre. Je nachdem wo ihr innerhalb von England hin möchtet und von wo aus ihr anreist, müsst ihr überlegen, was für Euch in Bezug auf Strecke, Fahrtkosten und Strecke am günstigsten ist. Es gibt ja noch weitere Fährverbindungen, wie beispielsweise Rotterdam-Hull. Letztere haben wir einmal gebucht, um nach Schottland zu reisen. Wenn man sich für eine Überfahrt über Nacht entscheidet, kann man im Schlaf auch noch Kilometer machen.
Ich bin nicht überempfindlich, aber die Nacht auf der Nordsee hat mir doch sehr zugesetzt. Für die Zukunft würde ich vermutlich lieber mehr Zeit für die Anreise einkalkulieren, als noch einmal über Nacht über die stürmische Nordsee schippern. Mein Hauptproblem war vermutlich die Innenkabine bei Nacht. Mir fehlte der Bezugspunkt und die Möglichkeit nach draußen zu schauen, um mich orientieren zu können.
Camping in England
Die Engländer sind begeisterte Camper, weshalb es zahlreiche Campingplätze in England gibt. Bei Farmshops, Club Campsites, auf Bauernhöfen. Tatsächlich verreisen die Engländer auch sehr viel mit Zelten. Für Wohnmobilisten gibt es kein dichtes Netz an einfachen Stellplätzen wie man es beispielsweise aus Frankreich, Spanien oder Italien kennt. Es gibt aber Brit Stops, das Pendant zum deutschsprachigen Landvergnügen. Oder The Greener Camping Club.
Ist Freistehen in England erlaubt?
Freistehen ist in England bis auf vereinzelte Ausnahmen nicht erlaubt. Damit wir alle noch lange willkommen sind in England, halten wir uns an die Regel und appellieren an alle dasselbe zu tun. Insbesondere weil Engländer Regeln lieben, und diese auch – in der Regel (haha, fünf Euro in die schlechte Wortspielkasse!) – befolgen. Es geht meist sehr diszipliniert zu. Weshalb wir uns tatsächlich für das System der Club Campsites begeistern können: durch Mindestabstände zum Nachbarn hat man dort meist dieselbe Ruhe wie auf Stellplätzen, wo auch mal mehrere Camper zusammen kommen.
Campingplätze
Die Engländer sind ein leidenschaftliches Campervölkchen. Dementsprechend gibt es auch zahlreiche Campingplätze: kommerzielle, wie man sie aus dem Rest Europas kennt, bei Farmen oder sogenannte Club Campsites. Das ist die Variante, für die wir uns entschieden haben und auf die ich gleich tiefer eingehen werde. Aber egal wofür ihr euch entscheidet: es gibt auf jeden Fall ausreichend Möglichkeiten für eure Reise mit dem Wohnmobil nach England.
Club Campsites – wie funktioniert das?
Clubs saugen Engländer mit der Muttermilch auf, wie es scheint. Bridge-Club, Team-Club, Murder-Club, Book-Club… you name it! Und eben Camping-Clubs. Davon gibt es zwei große in Großbritannien: The Camping and Caravanning Club und den The Caravan and Motorhome Club. Wir waren schon in beiden Mitglied und haben beide getestet. Gemeinsam haben beide, dass sie wie in einem Verein durch deren Mitglieder geführt werden.
Bei beiden gilt ein Mindestabstand von sechs Metern zum Nachbarn und bei beiden Clubs wird auf die Einhaltung der Clubregeln geachtet. Beispielsweise stehen Putzeimer mit Putzwasser und Wischmop bereit und jeder wischt hinter sich die Dusche raus. Spielen, Toben und Rennen ist ausschließlich auf den Spielplätzen erlaubt und Hunde dürfen nur in den Dog Areas ausgeführt werden, nicht auf dem Stellplatz des Nachbarn. Wer eine entspannte Tour mit dem Wohnmobil nach England plant, ist hier genau richtig.

Auch das Zusammenstellen und errichten von Wagenburgen ist nicht gestattet. Klingt vielleicht spießig, aber wir finden, es macht das Miteinander entspannter. Man ist zwar nicht alleine, aber kann dennoch für sich sein und klebt nicht so auf den Nachbarn. Durch die Rücksichtnahme hat man hier deutlich mehr Ruhe und Erholung als auf klassischen Campingplätzen.
Und damit kommt es schon eher einem ruhigen Stellplatz gleich, zumal manche Plätze wirklich ausgesprochen schön in der Natur liegen und über einen alten Baumbestand verfügen – schaut mal in unser Reisevideos auf YouTube – insbesondere die Folgen am Lake District.
The Camping and Caravanning Club (The friendly Club)
Das war der Club, in dem wir bei unserer ersten Rundreise durch England und Wales Mitglied waren. Wir haben immer nur kurzfristig über die App vorgebucht, was 2022 durch die Nachwehen der Coronazeit noch wirklich gut geklappt hat. Zumindest in den meisten Fällen. Wir bevorzugen allerdings auch Hardstanding-Plätze, sprich gekieste Plätze, da es in Großbritannien ja bekanntermaßen häufig regnet und wir einfach keine Lust haben, auf matschigem Untergrund zu stehen.
Der Club nennt sich selbst auch „The friendly Club“ und das sagt auch schon viel aus. alles ist sauber und gepflegt, aber irgendwie ein wenig schrulliger und älter. Gefühlt auch das Publikum. Dafür wirken sowohl „Personal“ wie Gäste etwas zugewandter, offner, es gibt mehr Smalltalk und damit die besten Tipps! Die Abwicklung ist etwas mehr Oldschool und wir standen ein paar mal an der Rezeption, weil die älteren Herrschaften, die am Empfang eingesetzt waren, nicht so recht mit dem Computer vertraut waren. Aber es war alles und jeder absolut liebenswert und so stressfrei!
The Caravan an Motorhome Club
Auch dieser Club ist durch Mitglieder geführt, wirkt aber etwa 20 Jahre jünger, es ist alles etwas moderner und professioneller, dafür anonymer. An vielen Plätzen wird bei der Anfahrt das Nummernschild gescannt, das man bei der Buchung angegeben hat. An der Schranke ist ein Monitor, der einen Willkommen heißt und weitere Anweisungen erteilt. Also beispielsweise in welchem Bereich man sich seinen Platz aussuchen soll. Danach geht man zur Rezeption und teilt nur noch die Platznummer mit.
Allerdings ist man auch etwas distanzierter, zumindest unter den Mitgliedern. So kann es schon vorkommen, dass die sonst so höflichen umzuvorkommenden Engländer nicht einmal grüßen. Smalltalk und Tipps: Fehlanzeige. Ich muss zugeben, gerade wie ich das schreibe, merke ich, dass mein Herz persönlich eher für die schrullige Variante schlägt. Auch wenn ich zunächst davon berichten wollte, dass beide ganz toll sind. Sind sie auch, je nachdem was einem mehr liegt.
Mitglied werden müsst ihr übrigens in keinem der beiden Clubs. Bis auf wenige Ausnahmen kann man auch als Nicht-Member auf den Platz einchecken. Als Mitglied erhält man allerdings Rabatt. Je nach Anzahl der Aufenthalte lohnt sich das. Es kommt auf eure Planung an, welcher Club wo am meisten vertreten ist. Bei unserer Reise nach England und Schottland hatte wir keinen festen Plan, weshalb wir da auch keine Mitgliedschaft abgeschlossen hatten.
Allerdings war es dann stellenweise aber auch nicht ganz einfach noch irgendwo unterzukommen, obwohl wir im September mit dem Dachzelt unterwegs waren. Für die Reise mit dem Wohnmobil nach England empfehlen wir daher eine frühzeitige Überlegung, ob ein Club in Frage kommt und wenn ja, welcher besser zu eurer Route passt.
Alternative für Wohnmobilisten: Übernachten am Pub
Wenn du mit dem Wohnmobil nach England reist, hast du noch eine weitere Möglichkeit, die wir jedoch selbst noch nicht getestet haben. Ihr könnt an Pubs übernachten. Es nennt sich Brit Stops und ist in etwa das Pendant zu dem im DACH-Raum bekannten Landvergnügen. Wir können dir also auch nicht sagen wie es dann mit Ver- und Entsorgung aussieht. Wenn du damit Erfahrungen hast, schreib es doch gerne unten in die Kommentare!
Weitere Camping-Möglichkeiten
Eine weitere Möglichkeit, die mir eine Kollegin beim Bayerischen Rundfunk empfohlen hat, ist der Greener Camping Club. Auch damit haben wir keine eigenen Erfahrungen. Sie war aber völlig begeistert und ich finde es auf jeden Fall super spannend, so dass ich diesen Tipp auch gerne an dieser Stelle ungeprüft weitergeben möchte.
Gas-Versorgung in England – Wie funktioniert das mit englischen Gasflaschen?
Als wir nach England gereist sind, hatten wir unsere Gastankflasche noch nicht. Da wir aber im Herbst unterwegs waren, haben wir uns bei Calor Gas (die Standorte könnte ihr googeln) eine englische 13kg Gasflasche besorgt. In England ist es eine Mischung aus Kauf und Tausch. Wichtig zu wissen: Gas ist auf den Inseln generell kein günstiges Vergnügen – die Preise für Energie sind in den letzten Jahren, bedingt durch die globalen Krisen, spürbar angezogen. Was man ebenfalls wissen muss: neben einem entsprechenden Adapter, den wir uns im Vorfeld schon gekauft hatten, benötigt man zum Zudrehen auch einen großen Schraubenschlüssel. Den wir natürlich nicht dabei hatten.

Wir wussten auch nicht, dass wir so einen Schraubenschlüssel benötigen würden. Wir standen nur vor der Herausforderung, dass unser Gasanschluss ganz offensichtlich undicht war. Wir sind kurzerhand zum Händler zurück und der hat es für uns angezogen. Allerdings sitzt der Adapter noch immer auf der englischen Gasflasche, da wir auch zu Hause keinen solch großen Schraubenschlüssel haben.
Mein Tipp für euren Roadtrip: Packt unbedingt ein solides Werkzeugset inklusive eines großen verstellbaren Rollgabelschlüssels (Engländer) ein, wenn ihr auf britisches Gas angewiesen seid!
Mit dem Wohnmobil nach England – Unterwegs in UK
Wenn ihr mit dem Wohnmobil nach England fahren wollt, gibt es einige Besonderheiten. Sicher habt ihr euch schon zum einen oder anderen Gedanken gemacht oder davon gehört. Was uns am meisten im Magen lag war der Linksverkehr. Und genau das werden wir auch am häufigsten gefragt.
Linksverkehr in Großbritannien – Keine Angst vor dem Linksfahren!
Der Linksverkehr ist das Totschlagargument, dass uns 25 Jahre von einer Reise nach Großbritannien abgehalten hat. Insbesondere Thomas. Und ja, direkt nach der Überfahrt fühlt es sich das erste mal so falsch an. Besonders als Beifahrer sind Nerven gefragt, wenn einem das erste mal auf einer engen, hügeligen Landschaft ein LKW entgegenkommt und du hast keinerlei Kontrolle über das Fahrzeug.
Aber glaubt mir, nach zehn bis 20 Minuten hat sich das gelegt. Und man fährt als wäre es nie anders gewesen. Zu zweit zu fahren ist dabei oft hilfreich, insbesondere wenn man hinter einem parkenden Fahrzeug warten muss um passieren zu können. In einem linksgesteuerten Fahrzeug hinter einem Hindernis auf der linken Fahrbahnseite ist der Beifahrer derjenige, der dir als Fahrer sagen kann, wann du vorbeifahren kannst.
Als Fußgänger im Linksverkehr
Wie gefährlich ist es als Fußgänger im Linksverkehr? Viel tückischer ist meines Erachtens der Linksverkehr als Fußgänger im Gegensatz zum Autofahren. Hier ist besondere Vorsicht und Achtsamkeit geboten. Wir sind so darauf trainiert beim Überqueren der Straße nach links zu sehen. In England kommt der Verkehr aber von rechts. In machen touristischen Orten finden sich an Fußgängerüberwegen auch Hinweise, in welche Richtung man den Verkehr vor dem Überqueren der Straße prüfen soll. Und das finde ich sogar wirklich hilfreich.
Single Track Lanes
Wenn du mit dem Wohnmobil nach England reisen möchtest, wirst du früher oder später unweigerlich auf einer sogenannten Single Track Lane landen. Das sind einspurige Fahrbahnen, auf denen es alle paar Meter eine Ausweichstelle gibt. Hier ist es immer hilfreich, wenn dein Beifahrer parallel ein Karte griffbereit hat, denn manchmal schickt einen das Navigationsgerät völlig unnötig auf so eine enge Straße.

Kreisverkehr in England
Zugegeben, die Kreisverkehre in England sind mitunter etwas zu speziell. Aber machbar! Manche Kreisverkehre an viel befahrenen Straßen sind mehrspurig. Und wo es ganz wild wird, sind sie auch manchmal beampelt, das ist uns aber eher selten begegnet. Ein Kreisverkehr in England funktioniert nicht nur anders herum, man muss sich bei mehrspurigen Kreisverkehren beim Einfahren bereits schon überlegt haben, wo man wieder ausfahren möchte. Klingt kompliziert, ist am Anfang auch echt anstrengend. Aber es wird entspannter, wenn man es ein paar mal gemacht hat.
Meilen statt Kilometer
Wenn ihr mit dem Wohnmobil nach England reist, denkt daran euer Fahrzeug von Kilometer auf Meilen umstellen, sofern ihr die Möglichkeit dazu habt. Andernfalls klebt euch rund um den Tachometer einfach ein paar Aufkleber mit den entsprechenden Meilenangen. So lauft ihr nicht Gefahr zu schnell oder zu langsam zu fahren. Das gilt natürlich auch für Angaben in Bezug auf Distanzen. Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: beim Wandern.
Wandern in England – Regeln und das freie Wegerecht
Lange hätte ich es nicht vermutet, aber ich würde eines besseren belehrt: England beziehungsweise Großbritannien ist eines der schönsten Länder zum Wandern! Wer gerne längere Wandertouren unternimmt, findet in Großbritannien auch zahlreiche reizvolle Fernwanderwege.

Was ihr wissen müsst ist aber: die Engländer nennen es nicht Trail oder Hike, sondern Walk. Und ein Walk kann bedeuten, dass diese Wanderung 18 km Länge und 750 Höhenmeter beinhaltet. Und dass es sich mitnichten um einen Spaziergang handelt, wie der Begriff „Walk“ vielleicht eher vermuten lässt. Lasst euch davon also nicht täuschen und lest immer genau die Wanderbeschreibungen und Profile.

Und wundert euch nicht, wenn ihr beim Wandern möglicherweise plötzlich vor einem Steinmäuerchen oder einen Zaun steht, das beziehungsweise den es zu übersteigen gilt. Und auch wenn euch der Weg über eine Viehweide führt – ja, das ist völlig in Ordnung! In England gibt es eine Art freies Wegerecht für Wanderer, so dass Grundbesitzer, es den Wanderern ermöglichen müssen ihren Weg über den Grund fortsetzen zu können.


National Trust und English Heritage – Lohnt sich die Mitgliedschaft?
Viele Sehenswürdigkeiten, Burgen, Schlösser, Ruinen, Herrenhäuser oder aber auch Schutzgebieten werden entweder vom National Trust oder von English Heritage verwaltet und instand gehalten. Beides sind gemeinnützige Organisationen, bei denen man eine Mitgliedschaft abschließen kann. Auch als Tourist. Diese Mitgliedschaften sind dann auf einen kürzeren Zeitraum beschränkt und ihr erhaltet dann freien oder ermäßigten Eintritt, sowie kostenfreies Parken.

Bei unserer ersten England Rundreise durch Cornwall und den Süden Englands hatten wir auf Empfehlung eines Bekannten eine Mitgliedschaft bei National Trust abgeschlossen. Für uns hat es sich leider nicht gelohnt, obwohl wir dadurch einiges angeschaut haben, was sonst nicht auf unserer Agenda gestanden hätte.
Aber: die Preise sind nicht ohne, auch für den kurzen Zeitraum nicht. Zusammengerechnet hätten wir durch die einzelnen Eintritte weniger bezahlt. Bei einigen Zielen standen wir vor verschlossenen Türen, weil oft erst um 11 Uhr geöffnet wird, oder sogar nur an zwei oder drei Tagen die Woche geöffnet ist.
Unser Tipp: schaut euch vorher genau an, was euch interessiert, ob es in eure Route und in eure Planungen passt. Für uns hat sich herausgestellt, dass wir gerne mal etwas anschauen, was zu National Trust gehört, dann wieder etwas, das zu English Heritage gehört. Damit ist es rein rechnerisch oft günstiger einfach den regulären Eintritt vor Ort zu bezahlen. Für uns hat das auch den Druck rausgenommen zu bestimmten Zeiten an bestimmt Orten sein zu müssen.
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Planung deiner Englandreise – die besten Reiseführer, wenn du mit dem Wohnmobil nach England reisen möchtest
Reiseplanung mit dem Wohnmobil
- Reise Know-How Roadtrip Handbuch Britische Inseln*: Routen, Stellplätze und Infos für die große Tour durch England, Schottland, Wales, Irland und Nordirland
- Soul Places England – Die Seele Englands spüren*: Der besondere England Reiseführer
- KUNTH Mit dem Wohnmobil durch England & Wales*: Unterwegs zuhause (Bei dem scheiden sich die Geister – ich habe ihn für die Vorbereitung genutzt, zum Mitnehmen ist er allein wegen seines Formats eher ungeeignet)
- Entdeckertouren mit dem Wohnmobil England – Der Süden* (Womo-Reihe, Band 89)
- Mit dem Wohnmobil nach England: Teil 2: Der Norden* (Womo-Reihe, Band 96)
Straßenkarten für deine Reise nach England mit dem Wohnmobil
- Reise Know-How Landkarte Südengland, Wales* | Southern England, Wales (1:400.000): reiß- und wasserfest (world mapping project)
- Reise Know-How Landkarte Nord- und Mittelengland* / Northern England & the Midlands (1:400.000): reiß- und wasserfest (world mapping project)
- Road Atlas Britain 2025* (Aa Road Atlas)
Wanderführer für Deinen England Roadtrip
Wir nutzen auch Outdooractive (in der Vollversion), Komoot und Alltrails. Bei den beiden letzten haben wir die Erfahrung gemacht beziehungsweise den Verdacht, dass viele der enthaltenen Wanderungen automatisiert angelegt wurden und niemand diese Wanderung komplett am Stück selbst gegangen ist. Daher greifen wir lieber auf zuverlässige Wanderführer zurück, deren GPX-Daten man oftmals auch in seine Wander-App herunterladen kann.
- England – Der Norden: 60 Touren in Nordengland mit Lake District, Yorkshire Dales und Northumberland*. Mit GPS-Tracks (Rother Wanderführer)
- England Süd: Zwischen London, Dover, Jurassic Coast und Exmoor*. 56 Touren. Mit GPS-Tracks (Rother Wanderführer)
- England – Mitte: Im Herzen Englands von den Cotswolds zum Peak District*. 52 Touren. Mit GPS-Daten (Rother Wanderführer)
Mit dem Wohnmobil nach England – Die häufigsten Fragen
Unserer Meinung nach ja, auf jeden Fall. Wir waren schon zwei mal davor mit dem Dachzelt in England unterwegs. Das ist je nachdem zum fahren oft einfacher. Aber den Alltag auf Reisen bereitet man leichter im Wohnmobil. Tendenziell würden wir aber eher von Reisen mit allzu großen Fahrzeugen abraten, wenn man keinen Roller oder ähnliches dabei hat – die schönsten Straßen sind oft die engsten Straßen. Und es gibt wirklich sehr enge Straßen.
Nein, die bedenken möchten wir dir nehmen!
Für die Einreise benötigst Du ein gültiges ETA sowie einen gültigen Reisepass. Ein Personalausweis reicht nicht mehr aus.
Wir wahren einmal im Frühsommer und zweimal im Herbst in Großbritannien. Beides hat seine Reize. Unterschätzt die Intensität der Sonne nicht, auch wenn immer ein frischer Wind in Küstennähe wehen sollte. Eigentlich wollen wir auch gerne einmal in den Wintermonaten nach Großbritannien, besonders die Weihnachtszeit würde uns reizen.
Nein, deutsche Gasflaschen können in England nicht getauscht oder befüllt werden. Wer im kühlen Herbst mit dem Wohnmobil in Großbritannien unterwegs ist und viel heizt, benötigt entweder eine feste Gastankflasche, ein britisches Leihset zum Beispiel von Calor Gas inklusive eines UK-Gasadapters oder ausreichend Vorrat aus Deutschland.
Bargeld kannst du dir eigentlich komplett sparen. In Großbritannien ist das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch selbstverständlich – egal ob beim Bäcker, am Parkscheinautomaten, im Pub oder auf dem Campingplatz. Manchmal wird Bargeld sogar gar nicht mehr angenommen („Card only“). Pack dir zur Sicherheit eine oder zwei funktionierende Kreditkarten ein, dann bist du bestens gerüstet.
Da Großbritannien nicht mehr zur EU gehört, gilt die EU-Roaming-Verordnung hier nicht mehr automatisch. Schaut unbedingt vor der Reise bei eurem deutschen Mobilfunkanbieter nach, wie England dort aktuell eingestuft wird. Bei vielen Anbietern ist Großbritannien glücklicherweise weiterhin ohne Aufpreis im EU-Tarif enthalten. Falls nicht, lohnt sich die Anschaffung einer digitalen eSIM (z.B. von Holafly oder Airalo) oder einer lokalen Prepaid-Karte vor Ort, damit ihr unterwegs problemlos navigieren und streamen könnt.
Ja, aber die Briten sind hier sehr streng! Ihr benötigt einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Das Wichtigste: Der Hund muss frühestens 24 Stunden und spätestens 120 Stunden (1 bis 5 Tage) vor der geplanten Ankunft in England von einem Tierarzt eine Bandwurmbehandlung (mit dem Wirkstoff Praziquantel) bekommen haben, die im Ausweis abgestempelt sein muss. Das wird am Terminal in Calais penibel kontrolliert!
Auf den allermeisten Campingplätzen und Club Campsites findet ihr die ganz normalen, blauen CEE-Stecker (dreipolig), die wir auch aus Deutschland kennen. Ihr könnt euer Wohnmobil dort also wie gewohnt anschließen. Falls ihr aber mal Strom im Pub oder an einer normalen Steckdose nutzen wollt, benötigt ihr den dreipoligen britischen Typ-G-Adapter (den „Commonwealth-Stecker“). Es schadet also nie, so ein Teil im Bordwerkzeug zu haben.
Unser Fazit: Großbritannien macht süchtig!
Eine Reise mit dem Wohnmobil nach England ist vielleicht am Anfang ein kleines Abenteuer – spätestens, wenn man das erste Mal im Linksverkehr auf einer gefühlt viel zu engen Single Track Lane steht. Aber die unberührte Natur in den Nationalparks, die skurrilen Camping-Clubs und die herzliche britische Art entschädigen für jeden stürmischen Regentag. Für uns steht fest: Es war definitiv nicht unser letzter Roadtrip auf die Insel!
Wie sieht es bei dir aus? Planst du gerade deine erste Tour oder hast du noch Fragen zu unserer Route? Schreib es uns super gerne unten in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!
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